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Französische Gesellschaft für Kardiologie befürwortet Remanufacturing

Die Arbeitsgruppe für Herzschrittmacher und Elektrophysiologie der Französischen Gesellschaft für Kardiologie hat ein achtseitiges Positionspapier zum Thema Nachhaltigkeit verfasst und darin begründet, warum Medical Remanufacturing eine sinnvolle Lösung für die Probleme der Branche ist.
7. Februar 2024
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Im Positionspapier hebt die Gesellschaft insbesondere drei Aspekte hervor:

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Versorgungsengpässe verringern

In der Elektrophysiologie sind seltene Metalle und Erden für die Herstellung von Geräten notwendig. Diese stammen oft aus Gebieten mit geopolitischen Problemen. Bei der Berechnung von globalen Produktions- und Nachfrageprognosen sei es wichtig, diesen Aspekt zu beachten. Konkurrierende Originalhersteller haben oft gemeinsame Lieferanten, was das Risiko eines Engpasses erhöhe. Diese Anfälligkeit habe sich in den letzten Jahren bereits gezeigt: Halbleiterknappheit hat beispielsweise zu einer Unterbrechung mehrerer Produktionslinien für medizinische Geräte geführt. Durch die Covid-19 Pandemie kam es ebenfalls zu Verzögerungen.
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Umwelt schützen

Nicht nur sind die Lieferketten gefährdet, die Rohstoffe sind sowohl teuer im Preis als auch in der Klimabilanz: Katheter, die aus wertvollen Materialien wie Gold, Platin oder komplexen Polymeren bestehen, tragen am meisten (40 %) zum ökologischen Fußabdruck einer Vorhofflimmerablation bei.
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Kosten senken

Obwohl die Remanufacturing-Praxis in Frankreich aktuell noch nicht gestattet ist, weist die Gruppe darauf hin, dass zahlreiche medizinische Fachgesellschaften diese Praxis befürworten. Denn neben den oben genannten Aspekten, sei sie auch aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll.

Das Positionspapier diene unter anderem dazu, “das Bewusstsein der Ärzte zu stärken und Lösungen zur Verbesserung aufzuzeigen”. Daher betont die Autorengruppe die Sicherheit des Medical Remanufacturing und verweist darauf, dass in den letzten Jahren sowohl die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) als auch die Europäische Union mit ihrer Verordnung über Medizinprodukte (MDR) die Wiederaufbereitung von Einwegprodukten ausdrücklich erlaubt und strenge Regeln dafür festgelegt haben.

Darauf aufbauend kritisieren die Autoren die uneinheitliche Regelung in Europa, die zur Folge hat, dass das Verfahren nicht in allen EU-Mitgliedsstaaten erlaubt ist.

Darüber hinaus appellieren sie an die Originalhersteller, dass diese selbst die Aufbereitung initiieren sollten.

Die Positionierung der Fachgesellschaft ist ein deutliches Zeichen für die Aufbereitungspraxis und wir schauen gespannt auf die Konsequenzen, die in Frankreich daraus gezogen werden.

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